Im Jahr der Barmherzigkeit einen Ablass erlangen


Was ist ein Ablass?
Der Ablass ist der Nachlass einer zeitlichen Strafe für Sünden, die hinsichtlich der Schuld schon getilgt sind, also bereits bereut/gebeichtet sind.
Um diese Lehre und Praxis der Kirche zu verstehen, müssen wir wissen, dass die Sünde eine doppelte Folge hat: Die Sünden-Schuld und die Sünden-Strafe. Die Sünden-Schuld wird durch die Beichte vergeben, es verbleibt jedoch noch die Sünden-Strafe. Sie wird auch „zeitliche Sünden-Strafe“ genannt und wird durch die Busse abgebüsst. Der Ablass ist eine Form der Busse und wird gewährt durch die Kirche, die kraft der ihr von Jesus Christus gewährten Binde- und Lösegewalt für den betreffenden Christen eintritt und ihm den Schatz der Verdienste Christi und der Heiligen zuwendet, damit er vom Vater der Barmherzigkeit den Erlass der für seine Sünden geschuldeten zeitlichen Strafen erlangt. Auf diese Weise will die Kirche diesem Christen nicht nur zu Hilfe kommen, sondern ihn auch zu Werken der Frömmigkeit, der Busse und der Nächstenliebe anregen (KKK 1478).

 

Wie erlange ich einen Ablass?
Um den Ablass im Heiligen Jahr zu erlangen, sollen die Gläubigen folgendes vollziehen:

  • einen Pilgergang zur Heiligen Pforte zurücklegen, die in jeder Kathedrale geöffnet worden ist;
  • das Buss-Sakrament empfangen;
  • an der Feier der Hl. Eucharistie (mitKommunionempfang) teilnehmen;
  • über die Barmherzigkeit Gottes besinnlich nachdenken;
  • das Glaubensbekenntnis und Vaterunser beten;
  • für den Heiligen Vater und für seineAnliegen zum Wohl der Kirche und der ganzen Welt beten (Vater unser oder Gegrüsset seist Du Maria).

Flyer zum Thema "Wie erlange ich einen Ablass?"

Interessierte Pfarreien, Gruppen oder Einzelpersonen, die eine während des Heiligen Jahres eine Wallfahrt nach Chur planen, haben die Möglichkeit, unter Angabe der gewünschten Stückzahl und der genauen Lieferadresse den 6-seitigen Falz-Flyer im Format A7 per Mail zu bestellen.